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26 Einträge mit Twitter getaggt
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Bei Facebook erreicht man die breite Masse, bei Twitter die Informations-Elite. Diese Erkenntnis gilt nicht nur für Österreich, sondern auch in den USA, wie mir kürzlich Matthew McGregor, der 2012 als Manager der Digital-Agentur Blue State Digital den Online-Wahlkampf von Barack Obama mitbetreute, erklärte. Aus Sicht der Twitter-Betreiber ist das ein Problem: Denn wer wirklich Kohle mit Online-Werbung machen will, muss auf Masse gehen. Weswegen der Kurznachrichten-Dienst gerade mitten im Umbau zur Entertainment-Maschine steckt und sich immer weiter von seinen Wurzeln - den berühmten 140 Zeichen - entfernt.
Google-Rechenzentrum in Douglas County, Georgia © Google
“Euer Internet ist nur geborgt”, hat der bekannte deutsche Blogger Sascha Lobo (ja, der mit dem roten Irokesen) in Bezug auf Social Media geschrieben. Bei Facebook und Twitter sei man nur zu Gast, nur ein Blog gehöre einem selbst. Was Lobo in Bezug auf Social Media sagte, gilt jedoch tatsächlich bald für viele Dinge. Games, Bücher, Serien, Speicherplatz, Büro-Software und Musik - künftig soll man nur mehr leihen und nicht besitzen. “Eigentum is over, Baby!”, sagen manche. Die Konsequenz: Als Nutzer der Intenet-Cloud kann man ziemlich schnell hinausgeworfen werden, wie ich kürzlich am eigenen Leib erfahren musste.

Vergiss den Check-in. Beim Location-Dienst Foursquare hat man längst erkannt, dass der Check-in an sich weder eigenständiges Merkmal noch Monetarisierungsmöglichkeit ist. Das echte Asset von Foursquare ist sein Kartenmaterial mit mehr als 50 Millionen “Points of Interest” (POIs), das anderen Apps als Dienstleistung angeboten werden kann. Facebook und Twitter sind bereits Kunden.

Sechs Sekunden statt 140 Zeichen: Mit Vine hat der Kurznachrichten-Dienst Twitter vor kurzem eine iPhone-App auf den Markt gebracht, mit der man kurze Video-Clips aufnehmen und im Netz veröffentlichen kann. Das klingt erstmal spannend, weil sich noch keine mobile Video-Sharing-App (auch nicht Viddy, Cinemagram und Socialcam) wirklich durchgesetzt hat - mit Twitter im Rücken könnte das jetzt gelingen. Auf meiner Neuseelandreise habe ich mit Vine ein wenig herumgespielt - überzeugt bin nich aber nicht.

Im Internet gibt es einen Trend: Anstatt sich mit Datenauswertung zu Werbezwecken zu finanzieren, setzen immer mehr Web-Dienste (z.B. Evernote, Dropbox, Instapaper) auf monatliche Nutzerbeiträge. Weil der Nutzer der Kunde und nicht das Produkt sein soll, verlangt das als Twitter-Alternative gestartete App.net eine Mitgliedschaftsgebühr von 5 Dollar pro Monat, für die man einen App.net-Account und 10 GB Speicherplatz bekommt. Nur: Lohnt sich das überhaupt?